Irish Folk bei (sib)irischer Kälte
Das war natürlich besonderes Timing. Das kälteste Wochenende seit sehr langem und gerade da fand der Weihnachtsmarkt in Witzenhausen statt, wo wir aufspielen sollten. Natürlich open air auf einer kleinen Bühne. Jakob hatte bei der Anfrage schon geschockt reagiert, denn er hatte schon mal als Geiger auf einem Weihnachtsmarkt klassische Musik gespielt und wusste daher, dass das mehr als eine Herausforderung für die Finger sein würde. Dennoch sagten wir zu, denn es wurde uns eine Heizmöglichkeit zugesagt.
Am Samstag ging es dann neben dem Einpacken der Instrumente und etwas Equipment um ausreichend Schichten an Kleidung zum warmhalten. Bei knappen 20 Grad unter Null ging es dann nach Witzenhausen. Dort stand eine kleine schnucklige Bühne für uns, die grade so für uns ausreichte, weil Martin wegen der Arbeit nicht dabei sein konnte. Erst mal stellten wir die Heizung an und machten vorn die Tür der Bühnenverkleidung zu, damit es innen etwas warm wurde. So fand der Soundcheck erst mal hinter "verschlossener Türe" statt. Nach einer Stärkung mit Glühwein ging es dann los mit einer Stunde irischer Musik. Wir hatten das Programm mit ruhigen schönen Balladen zusammengestellt, um der weihnachtlichen Atmosphäre gerecht zu werden. Die Zuschauer hielten sich natürlich dort auf, wo es warme Getränke und ein bisschen Heizung gab und lauschten unserer Musik. Nach jedem Song wärmten wir uns so gut es geht die Hände, obwohl das schwierige ja ist, das das Instrument und die Saiten einfach nicht warm werden wollen. Dennoch glauben wir, dass es ein musikalischer Genuss war - aber unter widrigen Umständen.
Unter dem Strich war es ein schöner Abschluss des Jahres, aber auch der bisher härteste Auftritt, den die Potheen Rovers hinter sich gebracht haben. Gern wieder auf einem Weihnachtsmarkt bei besseren Temparaturen oder aber wenn Weihnachten vielleicht im Sommer stattfinden sollte. :-)





