Wie alles begann...

Die Gründungsmitglieder Andreas, Christoph und Ratzel kennen sich von den Pfadfindern. Dort haben sie ihre Freizeit zusammen verbracht und abends am Lagerfeuer gesungen. Ratzel war Gruppenleiter und die beiden anderen damals noch Sipplinge. Christoph hat dann angefangen mit Gitarre spielen, während Ratzel schon einige Songs aus Irland kannte und gespielt hat.
Eines Tages fuhren Christoph und Ratzel mit Freunden auf ein Konzert der Band Real old Paddies bei den Pfadfindern in Friedrichsdorf. Es war ein toller Abend mit viel Spass und Stimmung. Da wurde beschlossen, sich mal zu treffen und Irish Folk Songs zu spielen.
Im Übungsraum des örtlichen Jugendzentrums begannen dann die Proben zu denen Andreas dazu kam. Das gemeinsame spielen machte Spass und man stellte fest, dass man schon einge ganze Menge Songs kannte.
Das Jugendzentrum überredete die drei zu einem Auftritt. Das erste Konzert stand bevor. Ein Bandname musste her. Also wälzten sie einen Irlandreiseführer und stießen auf den Begriff Potheen (Putschien ausgesprochen). Das hörte sich schon mal interessant an. Einfach den Begriff für junge Burschen=Rover hinten drangehängt und fertig war der Bandname. Das Konzert war ein Heimspiel, da viele Freunde und Bekannte da waren.

Man hörte uns aufmerksam zu und hatte seinen Spass an unserer Musik. Das konnte nicht nur aus Höflichkeit sein. Dieser Auftritt ermutigte uns weiter zu machen und nach einem weiteren Auftritt im Sommer bei einer Hochlandrinderschau wagten wir uns nach Kassel und stellten uns Liam im Irish Pub vor. Der gab uns eine Chance dort aufzutreten. Erst mal sozusagen auf Probe und ohne Gage. Dieser Auftritt klappte dann auch prima und auch dort kam unsere Musik gut an bei den Gästen. Liam gefiel es auch und so engagierte er uns für regelmäßige Auftritte im Pub. Gleichzeitig formierte sich im Pub in Kassel eine kleine Session in der Kai (Ratzel) fast von Beginn an vertreten war.

Innerhalb der Band ging es dann darum das Repertoire zu erweitern. Kai kannte am meisten Irish Folk Songs und besorgte hierzu Akkorde und Noten. Da alle drei Musiker vom Instrument Gitarre kamen, mußte etwas geschehen. Kai hatte sich eine Mandoline besorgt und brachte sich das Spielen selbst bei. Christoph erinnerte sich daran, dass er als Kind mal Unterricht im Akkordeon spielen hatte und versuchte damit ein paar Songs zu begleiten. Das Repertoire an Liedern erweiterte sich mehr und mehr. Viele Songs waren klassische Irish Folk Songs, aber auch Songs von Paddy goes to Holyhead wurden eingeübt.

Bei unseren Auftritten begleitete uns anfangs noch ein guter Freund (Marcel H.), der uns oft auch abmischte. Bei einem Auftritt im Pub in Kassel machten wir eine Liveaufnahme, damit wir auch mal eine Hörprobe von uns hatten. Unter dem Titel "Live in Pubs and Bars" konnte man sich die Potheen Rovers dann anhören. Ein kleines Booklet, dass wir im Copyshop gedruckt hatten wurde in mühevoller Heimarbeit zusammengeklebt, damit das Ganze auch nach etwas aussah. Dabei entstand dann der Wunsch eine eigene CD aufzunehmen. Erste Versuche dazu starteten wir im Bandübunsraum im Jugendzentrum HeLi mit Robert, der uns auf seinem Rechner aufnahm. Da paßte es gut, dass Andreas und Christoph eines Tages eine Melodie für ein eigenes Lied komponierten. Kai (Ratzel) musste darauf dann einen Text schreiben. Es entstand der Song "Children of Ireland", der sich mit der Teilung Irlands und den daraus entstandenen tragischen Erlebnissen der Menschen befasst und abschließend die Frage stellt, ob es je Frieden und eine Vereinigung beider Teile Irlands geben wird. Diesen Song nahmen wir dann im Übungsraum auf und schickten ihn an ein Samplerprojekt aus Melsungen, das aber leider nix geworden war. Richtig vorwärts ging es erst als wir Kontakt zu Gerret Geilich knüpften, der in Kassel gerade ein kleines Tonstudio aufbaute. Bei ihm fanden die Aufnahmen zu unserer ersten CD "Bucket of Potheen" statt. Die Zusammenarbeit mit Gerret war klasse und hat ne Menge Spass gemacht. Der Mann verstand sein Handwerk. Und bei den Ferienspielen 2004 wurde unsere erste richtige CD vorgestellt. Die CD kam gut an und wurde von vielen Menschen mit nach Hause genommen, um sich unsere Musik auch im eigenen Wohnzimmer anhören zu können. Zur gleichen Zeit entstanden die ersten Überlegungen, wie man den Sound der Band noch verbessern könnte. Jakob kannte Kai von seiner Arbeit her und wusste, dass er schon sehr lange Geige spielte. Jedoch hatte Jakob bisher gar nix mit irischer Musik zu tun gehabt. Dennoch fragte man ihn, ob er sich das vorstellen konnte und Jakob, der bisher in einer Rockband Bass gespielt hatte, stellte sich dieser neuen Herausforderung. Um noch flexibler im Bereich Instrumentierung sein zu können wurde dann noch Thorsten genannt Krümel angesprochen, den man schon von den Pfadfindern kannte, wo man gemeinsam auch schon Musik gemacht hatte. Er fühlte sich geehrt, dass er gefragt wurde und stieg mit in die Band ein. So ging es dann erst einmal darum das gemeinsame Repertoire einzuüben und sich aufeinander abzustimmen.

Im Herbst dieses Jahres spielten wir das erse mal auf einer großen Bühne open air auf dem Stadtfest in Höxter und bekamen auch dort eine tolle Resonanz. Im folgenden Jahr spielten wir zur Eröffnung eines Irish Pubs in unserer Heimatstadt an der ein Bandmitglied beteiligt war. Wenig später führte uns der musikalische Weg dann auch nach Erfurt, wo wir in einem sehr schönen Pub auftraten. Und schon stand dann die nächste Herausforderung an, denn im Vorfeld der Planungen für den Hessentag in unserer Heimatstand kam die Anfrage, ob wir auf dem Hessentag in Weilburg auf der Bühne unseres Ortes den kommenden Gastgeber des Hessentages vorzustellen und zu vertreten. Wieder mal unter freiem Himmel uns einem neuen Publikum zu präsentieren und genügend Platz auf einer Bühne zu haben, war etwas was uns viel Freude bereitet hat.

Bald geht es hier weiter ...




 

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